New Work? Geht doch!

Was haben der Konzern Deutsche Telekom, das Startup Einhorn, der mittelständische Familienbetrieb Heiler Glas und das Fahrradkurier-Kollektiv Fahrwerk gemeinsam? Sie üben sich in New Work, in neuen, anderen Formen von Zusammenarbeit und Führung.

In der Doku „Geht doch!“ zeigen die Menschen in den Organisationen, wie gutes Arbeiten aussehen kann. Ganz ohne Buzzword-Bingo wird die Kamera draufgehalten. Eines wird dabei sichtbar, dass es eben nicht so einfach ist. „Nennt es nicht New Work!“, hat Marion einmal gefordert, wenn Kickertische aufgestellt werden und für ein paar Tage im Führungskräftetraining „New Work“ geübt wird. Es ist eben doch mehr.

Es geht um Transparenz. Es geht um den Verzicht auf Machtgefüge. Es geht ums Zuhören. Es geht um New Pay. Einhorn-Gründer Waldemar Zeiler bringt hier auch die Frage nach dem Besitz ins Spiel. Dahinter steht ja immer die Frage: Warum mache ich das hier und für wen? Und die Antwort darauf soll bei zunehmend mehr Menschen sinnvoll ausfallen.

Batu Erkan ist Führungskraft bei der Telekom. Er erzählt in dem Film von beklemmenden Momenten, wie dem, als er in die Teeküche gekommen ist und alles verstummte. „Ich habe nur noch das Geräusch von der Pumpkanne gehört“, erzählt er. Peter Leukert ist Telekom-CIO und hat ähnliche Erfahrungen gemacht. Die Angst vor dem Chef, Misstrauen und hierarchische Grenzen, die in einem Konzern unüberwindbar erscheinen.

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Der Film zeigt auch, dass New Work vor allem eines bedeutet: Haltung, Haltung, Haltung. Erkan muss seinen Führungsstil verteidigen, sich unabhängig von den Meinungen anderer machen. „Nach wie vor vertraut die Organisation nicht darauf, dass wir wirklich verändern, dass es nachher wirklich eine Organisation gibt, in der die Verantwortung in die Hände der Menschen gegeben wird“, sagt Katja Drechsler, Senior Coach bei der Telekom. Und sie spricht von guten und schlechten Tagen: „Es ist ein ständiges Forschen, ein ständiges Ausprobieren.“

Stefanie Kraier von Heiler Glas spricht von der Selbstverantwortung, die auch ein neues Verständnis von Arbeit mit sich bringt. „Man muss sich selbst disziplinieren und sagen, es ist Feierabend, Arbeit wäre noch genug da“, sagt sie, „es ist, als wäre es meine Firma“.

Selbstverantwortung zu übernehmen ist ja etwas Neues, was früher nicht so oft gefordert wurde. Manchmal klingt in dem Film eine gewisse Sehnsucht danach durch. „Du kriegst deine Aufgaben hingesetzt, die musst du fertigmachen und das ist gut. Dann musst du nicht so richtig doll weiterdenken und einfach in diesem kleinen Kästchen bleiben“, fasst Christine Richter vom Fahrwerk dieses Gefühl zusammen.

Aber die Lust auf New Work überwiegt. Auf Selbstbestimmung, Mitbestimmung und vor allem: den Sinn in der eigenen Arbeit zu erkennen. Nie wieder Wassermelonenprinzip. Nie wieder Ducken, wenn der Senior Chef vorbeischaut. Nie wieder Stille in der Teeküche.

Übrigens: Der Film wurde von Forever Day One in Koproduktion mit der Deutschen Telekom produziert. Auf mittwochs.online haben wir lange Zeit die New Work-Serie „One Day / Day One“, die von Forever Day One produziert wurde, begleitet. Lest hier doch mal in das Interview oder schaut euch hier die weiteren New Work-Dokus an.