»Change ist so wie Milch in Kaffee geben«

  • 20.12.2017
  • von Marion King
Ein guter Artikel über Veränderung von Niels Pflaeging, der ein wirkliches Enfant Terrible sein kann ...
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Wer die Bücher und Artikel von Niels Pflaeging zu Komplexität und neuem Arbeiten gelesen hat, der weiss, dass seine Perspektiven schlau, seine Erklärungen und Konzepte hilfreich sind. Wer ihn live erlebt hat, weiss, dass er manchmal ein ganz schönes Enfant Terrible sein kann. Aber na gut; das mögen wir ja.

Auf LinkedIn gibt es einen Artikel von ihm über „Change“, den wir sehr bemerkenswert finden. Darin beschreibt Niels Pflaeging 5 Konzepte, wie Veränderung erfolgreich, schnell und vielleicht sogar leicht gehen kann: „…Wie wäre es, wenn man tiefgreifenden Change in jeder Organisation so inszenieren könnte, dass er schnell und mitreißend daherkäme? In diesem Artikel geht es um fünf Schlüssel-Konzepte für Veränderungsarbeit, die schwungvoll und lebendig vonstatten geht – statt schmerzhaft, zäh und widerständig. Veränderung, die gleichzeitig tiefgreifend ist und sich leichtfüßig anfühlt. Klingt unmöglich? Dann lassen Sie diese Konzepte auf sich wirken…“

Hier kommen die 5 Konzepte in der Übersicht:

Konzept 1
Change ist keine Reise. Es ist „ständig flippen“

Konzept 2
Widerstand gegen Veränderung gibt es nicht – nur intelligente Reaktion auf blöde Methoden

Konzept 3
Das Problem liegt im System – praktisch immer

Konzept 4
Organisationaler Wandel braucht soziale Dichte – Technik ist (fast) trivial

Konzept 5
Es gibt keinen großen Change – aber alles ist Intervention

Wir finden diesen Artikel vor allem deshalb gut, weil er klar macht, dass wir unsere mentalen Modelle und althergebrachten Vorstellungen von Veränderung (aka „So ist das bei uns in der Firma“) loslassen müssen.

So typische Allgemeinplätze wie „Mitarbeiter sind doch sowieso immer gegen Change“ oder „Das Management ist eh nicht committed“ richten den Fokus auf „die Anderen“ – weg von uns selbst. Das kann es aber nicht sein. Die Menschen in Unternehmen reagieren auf Veränderung eben genau so wie man sie gestaltet. Und, seien wir mal ehrlich, die meisten Veränderungsprozesse sind einfach nicht gut gemacht. Kein Wunder, dass es so viel Widerstand gibt. Das ist zwar auch nicht die beste Arte und Weise, damit umzugehen, aber wenigstens reagiert überhaupt jemand. Um es besser zu machen, muss man einfach nur verdammt gut zuhören.

„Je mehr Veränderungs-Widerstand Sie beobachten, desto wahrscheinlicher ist es, dass Ihre Methoden Mist sind.“

Danke, Herr Pflaeging für klare Worte!

Hier ist übrigens noch der Link zum ursprünglichen englischen Artikel.

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