Aus dem Nichts

Was passiert, wenn wir den Raum erhalten, in dem wir unsere Gedanken nachhallen lassen können? In dem wir Zeit haben, um das Echo zu reflektieren? Marion Miketta bringt mit ihrem Buch „Thinking Environment“ das gleichnamige Konzept in deutschsprachige Coachings. Was ein solcher Denkraum kann, erklärt sie uns im Interview.

Ihr Anliegen  ist es, Coachees und Klienten eine gute Denkumgebung schaffen. Wie kann Thinking Environment® das schaffen?

Der von Nancy Kline begründete Ansatz „Thinking Environment“ basiert auf der Beobachtung, dass die Qualität all dessen, was wir tun, abhängig ist von der Qualität des vorangegangenen Denkens. Sie stellt daher die Frage, welche Bedingungen wir brauchen, um „gut“, also eigenständig, nicht an Erwartungen orientiert, frei, klar und mutig zu denken. Ausschlaggebend für die Qualität des Denkens sind die Haltung und das Verhalten derjenigen, in deren Gegenwart wir denken. Wie diese Haltung und das Verhalten beschaffen sein sollten, beschreibt Nancy Kline in den zehn Komponenten des Thinking Environment: Aufmerksamkeit, Gelassenheit, Ermutigung, Gleichheit, Wertschätzung, Gefühle, Information, Einschneidende Fragen, Diversität und Ort. Gemeinsam in die Praxis umgesetzt, ergeben die Komponenten ein entschleunigtes, wohlwollendes, einladendes Feld, das zu freiem Denken anregt.

Konkret bedeutet das zum Beispiel: Zuhören, ohne zu unterbrechen, auch in die Stille lauschen, in der sich manchmal ganz neue Gedanken auftun, die einen selbst überraschen. Es bedeutet, sich wahrhaftig auf Augenhöhe zu begegnen und wirklich interessiert am Denken der anderen Person zu sein, mit Anfängergeist zuzuhören, ohne das Denken für die andere Person zu übernehmen. Allem voran steht die Entscheidung, sich von der Frage leiten zu lassen: „Will ich wirklich, dass mein Gegenüber eigenständig für sich denkt?“ (Und kann ich es aushalten, möglicherweise nicht meine Meinung, mein Wissen, Erfahrung zu teilen?)

Mir ist es wichtig, dass das „Denken“ hier breiter verstanden wird als ein rein kognitiver, rationaler, analytischer Denkakt. Es meint eine umfassendere Selbstwahrnehmung, in der auch Gefühle und Körperempfindungen einen entscheidenden Beitrag haben.

Im Grunde will ich auch nicht nur meinen Coachees und Klienten eine gute Denkumgebung schaffen. Da es bei diesem Ansatz nicht nur um Handwerkszeug geht, sondern auch um eine zugrunde liegende Haltung, die von Interesse, Wertschätzung und Aufmerksamkeit geprägt ist, geht diese Praxis auch über den Arbeitsalltag hinaus. Auch im privaten Umfeld und v.a. meinen Kindern möchte ich – so oft wie eben möglich – in dieser Haltung begegnen, die es erlaubt, mit den eigenen Ressourcen in Kontakt zu sein, der eigenen Klugheit und dem tieferen Wissen zu begegnen.

Die Methode Thinking Environment wurde von der US-Amerikanerin Nancy Kline entwickelt, Sie bringen sie in Ihrem gleichnamigen Buch auch nach Deutschland. Was fasziniert Sie so sehr an der Methode?

Aus meiner Sicht trifft dieser Ansatz einen Nerv der Zeit. Nicht, dass wir freies, eigenständiges, unabhängiges Denken nicht schon immer gebraucht hätten. Aber angesichts der Polarisierung von Sichtweisen, des Mangels an Zuhören und auch einer Krise des Denkens, finde ich hier Antworten auf wichtige Fragen unserer Zeit, die mich schon lange umtreiben.

Überraschend ist dabei, wie einfach und verständlich der Ansatz ist. Aber obwohl er so leicht zu erfassen ist, kann er in der Umsetzung trotzdem herausfordernd sein. So ist „Zuhören ohne zu unterbrechen“ wirklich kein neuer Gedanke und außerdem nehmen das die meisten für sich in Anspruch, gut umsetzen zu können. In einem Denkraum ist damit aber auch gemeint, der Stille zuhören zu können, wenn ein Gedanke noch nicht beendet ist. Üblicherweise helfen wir der Person dann aus der Pause heraus, indem wir ihren Satz beenden oder eine andere Idee oder Frage anbieten. Aber der Stille zu lauschen, in der ein

Gedanke erst noch geboren werden will, der sich ankündigt, aber noch nicht zu greifen ist, ist ungewöhnlich, vielleicht auch unbequem. In einem Denkraum geht es aber darum, diese noch suchende Stille nicht zu unterbrechen, aus der das Neue heraus entstehen kann. Mich hat von Anfang an fasziniert, mit wie wenig „Tun“, sondern mehr „Sein“, eine mitunter überwältigende Wirkmächtigkeit entstehen kann. Die Voraussetzung ist dabei, sich als Denkpartnerin, Coach oder einfach Gegenüber nicht so wichtig zu nehmen. Gleichzeitig aber zu wissen: Meine schöpferische Aufmerksamkeit wirkt sich unmittelbar auf die Qualität des Denkens aus. Ich bin also von zentraler Bedeutung und gleichzeitig irrelevant. Das ist eine weitere Facette, die mich an dieser Arbeit fasziniert: Das Eintauchen in ein Paradox, Momente, in denen sich Dualitäten auflösen oder scheinbar widersprüchliche Phänomene zur gleichen Zeit auftreten. Gerade erst in der Verbundenheit mit anderen können wir ins wirklich eigenständige, freie Denken kommen. Wir sind von anderen im besten Sinne abhängig, um unabhängig denken zu können.

Darüber hinaus ist es auch die umfassende Anwendbarkeit des Ansatzes, die mich sehr anspricht: In Zweiersituationen und Gruppensituationen, in Großgruppen, Unternehmen, Organisationen, Familien oder Paargespräch. Voraussetzung ist „nur“, sich für das Denken der anderen zu interessieren und die Bereitschaft zu haben, die Bedingungen dafür zu schaffen.

Dann lässt sich – manchmal überraschend schnell – beobachten, wie sich einzelne Menschen würdevoll aufrichten, sich selbst ermächtigen und bereit sind zu handeln. Und wie in Gruppen etwas entsteht, was über die Summe der Einzelnen hinausgeht, ein neues „Wir“ erfahrbar wird. Einer in einem Denkraum wohl durchdachten Frage schließen sich die entsprechenden Handlungen oft unmittelbar an, weil (Denk)Blockaden, die dem Handeln im Weg standen, beachtet und aufgelöst worden sind.

Das ist für mich wichtig: Dieser Ansatz meint nicht, beim Denken stehen zu bleiben. Der Denkraum ist eben die Voraussetzung für das folgende – durchdachte und freie – Handeln.

Worin unterscheidet sich Thinking Environment von anderen Coaching-Methoden?

Ein zentraler Unterschied besteht vermutlich im Umgang mit den Pausen, wenn eine Person aufgehört hat zu sprechen. Das ist ein heikler Moment. Oft erhofft ein Klient dann eine Bestätigung, einen Hinweis, eine Hilfestellung. Und als Coach ist es auch eine Herausforderung, dem nicht unmittelbar zu entsprechen – zumal es vermutlich viel gäbe, was man anbieten könnte. Das bedeutet also ein Loslassen von der Vorstellung, den Prozess zu steuern, ein bestimmtes Ergebnis in einer bestimmten Zeit zu erreichen. Eine Denksitzung ist in dem Moment „erfolgreich“, sobald der Coachee begonnen hat, wirklich eigenständig zu denken. Denn eine Denksitzung steht unter der Überschrift, eigenständiges Denken zu ermöglichen, so weit es nur irgendwie geht.  Und oft das ist eben viel weiter, als wir es üblicherweise erfahren. Die Frage „Was noch … denken Sie, fühlen Sie, oder möchten Sie außerdem noch sagen?“ ist insofern in gewisser Weise eine Zumutung, aber sie spricht eben auch Mut zu. Wenn man wirklich zuhört, kann das noch nicht Gesagte und Gedachte hervortreten.

Als Coach in einem Denkraum habe ich eine ganze Reihe an Prozessfragen, die ich meinem Coachee stellen kann, wenn das Denken nicht von alleine abhebt. Diese Fragen zeichnen den Ablauf nach, den das Denken durchläuft, wenn es zu einer Erkenntnis kommt, einen Aha-Effekt erlebt. Wenn aber die entsprechenden Bedingungen gegeben sind und ein Coachee bereit ist, sich auf das eigene Denken einzulassen, genügen oft nur ein, zwei Fragen und dann darf man staunend betrachten, wozu Menschen in der Lage sind, denen nicht im herkömmlichen Sinne „geholfen“ wird.

Die Wirkung davon – wenn man sich darauf eingelassen hat – ist tief: Die Klienten haben sich alles selbst erarbeitet und sich selbst ermächtigt. Das Denken wird geschmeidiger, wenn man ihm selbst dabei zusieht und erkennt, dass man nicht alles glauben muss, was man denkt. Und die Erfahrung, dass das Denken immer weiter geht und nicht dann aufhört, wenn man den Coaching-Raum verlässt, lässt auch gelassener werden und Druck rausnehmen, der dem eigenständigen Denken oft nicht zuträglich ist. Das Vertrauen in das eigene Denken und die Selbstwahrnehmung wächst mit jeder Erfahrung.

Es schwingt auch ein bisschen Buddhismus mit hinein, oder?

Für mich persönlich ja. Ich selbst habe vor knapp zehn Jahren ein Gelöbnis abgelegt, nach den fünf Achtsamkeitsübungen zu leben, die von dem buddhistischen Zen-Mönch Thich Nhat Hanh und seiner Gemeinschaft formuliert wurden und eine buddhistische Vision einer globalen Spiritualität und Ethik verkörpern. Eine davon widmet sich dem liebevollen Sprechen und tiefem Zuhören: „… Ich bin entschlossen, liebevolles Sprechen und mitfühlendes Zuhören zu üben, um Leiden zu lindern und Versöhnung und Frieden in mir und zwischen anderen Menschen, ethnischen und religiösen Gruppen und Nationen zu fördern…“

Der Ansatz Thinking Environment beschreibt aus meiner Sicht sehr konkret und praktisch, wie tiefes Zuhören wirklich geht. Die Ahnung, dass die Wirkung dieses Miteinanderseins weit über mich oder einen Coaching-Kontext hinausreichen könnte, finde ich sehr ermutigend.

Ansonsten aber ist mein Eindruck, dass diesem Ansatz tiefe anthropologische Weisheiten zugrunde liegen, die ich in keine Kategorie oder Glaubensrichtung einordnen wollte. Das Wissen um die Kraft der Stille und des Schweigens, der Sitzordnung im Kreis gibt es ja in vielen verschiedenen Traditionen. Ich mag den Satz von Thich Nhat Hanh: „Man muss nicht Buddhist werden, um Buddha zu sein.“

Ein wichtiger Ansatz der Methode ist es, dass Klienten selbst über Lösungen nachdenken und keine vorgefertigten Antworten erwarten dürfen. Könnte man so weit gehen, zu sagen, dass es wieder ein Bedürfnis oder zumindest eine Notwendigkeit gibt, das Denken wieder aktiver anzugehen und sich nicht durch „fremde“ Meinungen berieseln zu lassen?

Dass die Klienten selbst über ihre Lösungen nachdenken und dazu auch in der Lage sind, teilen wohl viele Coaching-Ansätze. Üblicherweise denken wir aber eher im Austausch, im Hin und Her und schnellen Intervallen. Dann folgt auf die Frage eine Antwort, oft kann die richtig oder falsch sein. In vielen Fällen hört ein Coach zu, um zu antworten, beim roten Faden zu unterstützen oder der Zielformulierung, der es dann zuzuarbeiten gilt.

In einem Denkraum dürfen die Klienten nicht nur keine vorgefertigten Antworten erwarten, sie lassen sich auch darauf ein, sich nicht steuern zu lassen, auch nicht durch zielgerichtete Fragen. Sie bekommen dadurch die Gelegenheit (und ja, es ist eine!), auch der eigenen Ratlosigkeit zu begegnen, in Zustände des Nicht-Wissens zu geraten, ohne daraus durch wohlmeinende Interventionen, Rat oder Vorschläge „gerettet“ zu werden. Dann kann deutlich werden, wie kostbar es ist, durch das Nadelöhr des Nicht-Wissens zu gehen und die ungewöhnliche Erfahrung zu machen, sich eigenmächtig aus diesem Zustand wieder heraus zu bewegen. Das eigenständige Denken ist so ungewohnt und manchmal auch unbequem, weil man im besten Sinne auf sich gestellt ist, ohne aber darin alleine gelassen werden. Wenn man einmal die Macht des eigenständigen Denkens erfahren hat, könnte man geradezu süchtig danach werden. Gleichzeitig entsteht aber auch ein Bewusstsein, wie häufig das eigenständige Denken von Anderen vereinnahmt und übernommen wird. Oder wie wir das auch selbst bei anderen tun. Durch die häufigen Denk-Unterbrechungen kann ganz viel Potenzial gar nicht erst sichtbar, hörbar werden und deswegen auch nicht wirksam werden. Die Gedanken, die erst aus der Stille heraus entstehen, sind auf Phasen der Entschleunigung angewiesen. Immer wieder höre ich auch von Führungskräften ein Seufzen: Ich wünschte, wir hätten mehr Zeit zum Denken, aber wir müssen hier was leisten, wir müssten arbeiten. Wie grotesk das ist, sehen sie selbst. Wie entstehen dann aber Entscheidungen, wenn keine Zeit zur Reflektion da ist? Um wessen Interessen geht es dann, wenn wir alle auf „Autopilot“ in einem Ich-muss-hier-funktionieren-Modus sind? Das müssen nicht unbedingt „fremde Meinungen“ einzelner Personen sein, oft sind es auch die Systemlogiken oder „mentalen Infrastrukturen“ (Harald Welzer), die uns dann steuern.

Ich sehe das Thinking Environment als einen möglichen Beitrag, um diese hinterfragen und ggf. auch daraus aussteigen zu können. Das ist nicht notwendigerweise eine Frage der zusätzlichen Zeit, sondern eher eine Entscheidung des WIE wir uns begegnen wollen.

Lässt sich Thinking Environment nur in Coaching-Einzelsitzungen anwenden oder lässt es sich auch breiter nutzen?

In der 1:1 Arbeit liegt der Ursprung, wie etwa im Coaching oder einer Supervision. In einer Denksitzung von vielleicht einer Stunde ist das ganze Potenzial der schöpferischen Aufmerksamkeit erfahrbar. Später wurde der Ansatz dann auch auf Gruppenkontexte übertragen. Allerdings wird es – sobald mehr Menschen involviert sind – unmittelbar herausfordernder, diesen sicheren Raum zu gestalten und zu schützen, also auch gemeinsam aufrecht zu erhalten. Man ist darauf angewiesen, dass alle sich für diesen Raum mit verantwortlich fühlen.

Ich biete beispielsweise Unternehmen ein- bis zweitägige Workshops an, in denen es darum geht, wie Meetings zu Denkräumen gemacht werden können, in denen das beste Denken aller zum Tragen kommen kann. Auf Grundlage der in den zehn Komponenten beschriebenen Haltung werden die unmittelbar umsetzbaren Methoden ausprobiert. Von entscheidender Bedeutung ist es hinterher, sich immer wieder auf die Haltung zu besinnen, damit nicht sinnentleerte Rituale durchgezogen werden, die zu „tools“ verkommen, wie es etwa bei der üblichen Runde zu Beginn eines Treffens passieren kann. Es ist wichtig, mit dem „Warum“ in Verbindung zu bleiben. Die Runde steht z.B. für das Prinzip: „Auf jeden und jede kommt es an. Das Denken aller ist gefragt. Erst wenn man sich geäußert hat, ist man auch wirklich da.“ Daher verwende ich, wenn überhaupt lieber den Begriff „Instrument“ als „Werkzeug“ oder „tool“, wenn man das Instrument auch als Resonanzkörper begreifen möchte. All das lässt sich in Coaching-Einzelsitzungen leichter aufrechterhalten.

Neben der Möglichkeit, wie hier beschrieben, selbst die Meetings nach diesem Konzept zu gestalten, lassen sich Teams auch durch kürzer- oder längerfristige Prozesse hindurch von einem Denkraum-Facilitator begleiten, ohne dass sie aber den Ansatz selbst im Detail verstanden oder erlernt haben müssen. Sie erfahren nur das Nötigste, um den Raum mitzuhalten und konzentrieren sich dann auf ihre Inhalte.

Gibt es Ansätze, Thinking Environment in Unternehmen, beispielsweise während Umstrukturierungen oder der Einführung von neuen Prozessen, anzuwenden?

Da das Thinking Environment auf einer bestimmten Haltung beruht und auf der Entscheidung fußt, sich dauerhaft auf diese Art und Weise zu begegnen, verstehe ich es nicht als ein Instrument für einen vorübergehenden Zeitraum, oder auf bestimmte Prozesse oder Phasen beschränkt.

Der Sog der Gewohnheitsenergie ist stark und in vielen Alltagssituationen und Phasen in denen wir uns in Routinen und Altvertrautem bewegen mag es ausreichend sein, das „Denken im Austausch zu praktizieren. Aber es lohnt sich, die schöpferische Aufmerksamkeit ständig neu zu üben und zu praktizieren. Denn es werden bald Situationen auftreten, wie in Zeiten der Umstrukturierung, der Einführung neuer Prozesse oder auch der Strategieentwicklung in denen es darum gehen wird, etwas ganz Neues zu erschaffen oder zu ermöglichen, einzuladen.

Dann ist es entscheidend, nicht in das übliche Denken zurückzufallen. Wenn etwas Neues entstehen soll, ist auch eine andere Art des Denkens gefragt, eine Art des Denkens, die nicht schon alle Antworten kennt, sondern zum gemeinsamen Explorieren ermutigt.

Wie profitieren wir alle von der Idee des Thinking Environment?

Die Herausforderungen, die sich uns derzeit stellen, sind immens. Offensichtlich gibt es angesichts dessen eine zugespitzte Auseinandersetzung, einen Kampf um das Richtig und Falsch, die zu einer Trennung führt. Es werden unversöhnliche Perspektiven deutlich und es entsteht eine Debatte darüber, wie es um die Meinungsfreiheit in Deutschland überhaupt steht.

Meine Vision ist es, dass Denkräume ein Neu-Denken-in-Verbundenheit ermöglichen. Dass in sicheren, geschützten Räumen auch unbequeme Äußerungen gehört und gewürdigt werden. Räume, in denen es auch um Schatten, Scham, Angst, Wut und Trauer gehen kann.

In Denkräumen kann es gelingen, aus dem bloßen Austausch von Meinungen oder Positionen, die gegeneinander ausgespielt werden, und in denen es Gewinner und Verlieren gibt, herauszutreten.

In solche geschützten Räumen, in denen es um das gemeinsame Erforschen von Möglichkeiten oder Ressourcen geht, lässt sich dann nicht nur kognitiv sondern auch mit dem Herzen verstehen, dass wir nur in Verbundenheit und ohne Dogmatismus etwas Neues in die Welt bringen können, das eine große alle heilsame Kraft entfalten kann.

Ich glaube, dass es schon viele Menschen, Ansätze, Initiativen gibt, die eben genau dazu beitragen. Thinking Environment ist aus meiner Sicht eine sehr leicht zugängliche, pragmatische und dabei verheißungsvoll tiefenwirksame Herangehensweise.


@Karoline Wolf

Marion Miketta arbeitet als Time To Think Coach, Facilitator und Teacher in Berlin. Sie hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Thinking Environment nach Deutschland zu bringen und lässt sich immer wieder neu von den zauberhaften Momenten überraschen, die durch tiefes Zuhören entstehen können.

 

 

 

 

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