Unschöne neue Welt

Quelle: Photo by Franck V. on Unsplash

Im Moment wird uns die Digitalisierung ja an vielen Ecken und Enden schön und glanzvoll geredet. Wir werden weniger (hart) arbeiten müssen und uns mehr entfalten können. Wir hoffen, das kommt so.

Es gibt dann aber doch ein paar sehr spannend-kritische Bücher und Filme, die zumindest sensibel und wachsam machen für einen eventuell eintretenden nicht so schönen Ausgang der digitalen Entwicklungen. Man nennt das dann Dystopie.

Eines der Bücher ist Der Report der Magd von Margret Atwood, das sie bereits 1985 geschrieben hat. Und das zuerst von Volker Schlöndorff als Die Geschichte der Dienerin verfilmt wurde, jetzt aber als sehr gut gemachte Serie The Handmaid’s Tale erschienen ist.

„… handelt vom Leben in der dystopischen Republik Gilead, einer totalitären Gesellschaft in den einstigen Vereinigten Staaten. Angesichts von Naturkatastrophen und der einbrechenden Geburtenrate herrscht in Gilead, wo mit Militärgewalt die “Rückkehr zu den alten Werten“ durchgesetzt wird, ein verquerer Fundamentalismus. Als eine der wenigen verbliebenen gebärfähigen Frauen steht Desfred als Magd im Dienst des Kommandanten. Sie gehört einer Kaste von Frauen an, die in einem letzten verzweifelten Versuch, die Erde neu zu bevölkern, in sexuelle Leibeigenschaft gezwungen wurden. In dieser schauderhaften Gesellschaft – in der jeder ein Spitzel für Gilead sein könnte – muss sich Desfred zwischen Kommandanten, deren grausamen Ehefrauen, häuslichen Marthas und den anderen Mägden zurechtfinden. Dabei verfolgt sie nur ein Ziel: Sie muss überleben und ihre Tochter ausfindig machen, die ihr genommen wurde.“

 

Das andere Buch und den dazu passenden Film, das wir empfehlen wollen, ist The Circle. Bestimmt haben das schon viele von Euch gelesen; wenn nicht: jetzt lesen! Gerade in Zeiten von Cambridge Analytics beschreibt diese Geschichte sehr gut, wie MitarbeiterInnen in einem wunderbar „New Work-igen“ Umfeld sich ganz und gar ihrer Arbeit verschreiben und die Realitäten dahinter nicht mehr sehen (wollen).

 

Und dann kommt man im Moment an der Serie Blackmirror auf Netflix einfach nicht vorbei. Während „Der Report der Magd“ wirklich in einer Zeit fern unserer spielt, ist das perfide an dieser Serie, dass die einzelnen Geschichten hier und jetzt und heute stattfinden könnten, in unserem ganz normalen Leben. Aber dann gibt es (manchmal ganz plötzlich) einen Aspekt, der aus der Zukunft zu kommen scheint: zum Beispiel die Möglichkeit, Erinnerungen sichtbar zu machen oder sich in andere Welten zu versetzen. Und man ertappt sich dabei, dass man denkt „Neee, das geht doch gar nicht!“ und dann „Urghs, vielleicht ja doch schon…“

Hier ist der Link dazu – mit entsprechendem Trailer zum Reinschauen.

 

Lasst Euch nicht verstören! (Oder vielleicht doch?…)

 

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marion

von

Hallo! Ich bin Marion, die Gründerin von LES ENFANTS TERRIBLES, eine Initiative und Community für gutes neues Arbeiten. Ich berate und unterstütze Menschen, Teams und Unternehmen auf ihrem Weg zu einem besseren Miteinander im Job. Und außerdem liiiiebe ich Bücher, alte Autos und die Berge.

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