Eine schöne kleine Meditation

Quelle: Photo by Sharon McCutcheon on Unsplash

Bei unseren Auszeiten für (gutes) neues Arbeiten gibt es einen festen Bestandteil, fast schon ein Ritual: die Auszeit von der Auszeit. Die meisten Menschen, die an unseren Formaten teilnehmen, kommen nämlich nicht, weil sie „New Work“ lernen wollen (naja, sagen wir, nicht nur…), sondern weil sie ihren (eigenen) Weg in dieser komisch komplex-schnellen Arbeitswelt suchen, weil sie keine Lust mehr haben, die alten Arbeitssysteme weiter zu unterstützen, weil sie in der Regel für sich noch keine finale Antwort auf all ihre Fragen gefunden haben.

Bei dieser Auszeit von der Auszeit gibt es deshalb immer gut Zeit für die eigenen Themen, für Reflexion und für Austausch, fürs Voneinander lernen.

Und bei unserer letzten Auszeit vor ein paar Tagen gab es zur Einstimmung in diese Session eine Meditation von Sonja Sinz, eine der Teilnehmerinnen. Wir fanden die Meditation so wunderbar, dass sie in die Welt hinaus geschickt werden muss. Sonja hat sie deshalb extra noch einmal für uns aufgenommen.

Hier ist der Link zur geführten Meditation. Der Text kann hier auch als PDF heruntergeladen werden. Und wer eine ruhige und entspannende Musik dazu hören mag, der kann z.B. Brian Eno’s Reflection dafür nutzen. Hier gibt es den Soundcloud-Link oder hier auch eine Youtube-Version.

 

Hier kommt der Text zur Meditation „Du im Universum“:

***

„Setze oder lege dich hin, wie es für dich bequem ist.

Schließe die Augen, werde still und beobachte deinen Atem. Einfach beobachten, ohne ihn zu verändern.

Spüre, wie die Luft in deinen Körper strömt und dich mit Energie erfüllt. Vielleicht spürst du auch, wie sich beim Einatmen deine Schultern ganz leicht heben und beim Ausatmen wieder senken. Vielleicht spürst du, wie sich deine Bauchdecke durch deine Atmung hebt und senkt. Vielleicht spürst du, wie deine Brust sich beim Einatmen hebt und beim Ausatmen senkt.

Nimm die Geräusche in deiner Umgebung wahr, ohne sie zu beurteilen oder einzuordnen. Nimm sie einfach wahr und lasse sie sein. Spüre, an welchen Stellen dein Körper die Oberflache, auf der du sitzt oder liegst, berührt. Wie dein Körper Kontakt mit ihr hat und wie sie Kontakt mit deinem Körper hat.

Jetzt konzentriere dich auf deinen Bauch.

Stell dir vor dass es in deinem Bauch, etwas oberhalb von deinem Nabel, einen kleinen Ball gibt, in dem sich Energie sammelt. Stell dir vor, dass dieser Ball in etwa die Größe einer Walnuss hat. Jedes mal, wenn du einatmest, kannst du diese Energie etwas grösser werden lassen. Es ist ein bisschen so, als würdest du einen Ballon aufblasen.

Das nächste Mal wenn du einatmest, ist der Ball so groß wie ein Pfirsich.

Und das nächste Mal wenn du einatmest ist er so groß wie eine Honigmelone.

Das nächste Mal wenn du einatmest ist er so groß, dass er deinen gesamten Körper erfüllt, bis direkt unter deine Haut.

Das nächste Mal wenn du einatmest, stell dir vor, wie der Ballon in der Form deines Körpers in etwa 5cm über die Grenzen deiner Haut hinausgeht und dich komplett umhüllt.

Das nächste Mal wenn du einatmest, stell dir vor, wie der Ballon den gesamten Raum erfüllt, in dem du dich befindest.

Und beim nächsten Einatmen, stell dir vor, wie der Ballon den größten Teil der Stadt einnimmt, in der du gerade bist.

Beim nächsten Mal wenn du einatmest, stell dir vor, dass der Ballon so groß wird, dass er ganz Deutschland umfasst und bis hoch in den Himmel und tief in die Erde reicht, das gesamte Land mit all seinen Städten, Landschaften und Bewohnern umfassend.

Wenn du das nächste Mal einatmest, schließt der Ballon den Großteil der Erde ein mit all ihren Kontinenten und Ozeanen und all ihren Lebewesen.

Beim nächsten Einatmen reicht dein Ballon ins Weltall hinein und wird so groß, dass er fast unser gesamtes Sonnensystem einschließt. Er reicht bis zu den benachbarten Planeten und zur Sonne.

Beim nächsten Einatmen, dehnt sich der Ballon weiter, bis er den Arm der Milchstraße umschließt, in dem wir leben und von deren Rand die Erde selbst kaum noch zu erkennen ist.

Wenn du das nächste Mal einatmest, stell dir vor, wie der Ballon so groß wird, dass er bis weit in entfernte Galaxien reicht und dann, beim nächsten Einatmen sogar bis ans Ende des unendlichen Universums, mit allem was war ist und sein wird. Verharre hier und atme ruhig und entspannt weiter. Genieße die Weite. Genieße die Möglichkeiten.

Nun stelle dir beim nächsten Mal wenn du ausatmest vor, wie dein Ballon wieder so klein wird, dass er bis auf die Größe eines winzigen Sandkorns in deinem Bauch zurück schrumpft. Und beim Einatmen wieder so groß wie das gesamte Universum. Atme einige Male auf diese Weise ein und aus.

Universum – Sandkorn. Universum – Sandkorn. Universum – Sandkorn.

Nun kehre langsam wieder zurück und lass bei jedem Atemzug deinen Ballon kleiner werden.

Wenn du das nächste Mal einatmest, stell dir vor, dass dein Ballon so groß ist wie unser Sonnensystem mit den Planeten und der Sonne.

Das nächste Mal wenn du einatmest, wird der Ballon nur noch so groß wie unsere Erde.

Das nächste Mal wenn du einatmest, wird der Ballon nur noch so groß wie die Stadt, in der du gerade bist.

Das nächste Mal, wenn du einatmest, erfüllt der Ballon nur den Raum, in dem du dich befindest.

Das nächste Mal wenn du einatmest, hat der Ballon wieder genau die Form deines Körpers und reicht nur etwa 5 cm über die Grenzen deiner Haut hinaus.

Das nächste Mal, wenn du einatmest, ist der Ballon exakt so groß wie du. Spüre deinen gesamten Körper. Alles gleichzeitig.

Das nächste Mal wenn du ausatmest, ist der Ballon wieder nur eine Kugel von der Größe eine Walnuss, knapp oberhalb deines Nabels.

Atme ein und aus. Nimm die Geräusche in deiner Umgebung wahr. Spüre die Luft auf deiner Haut.

Bewege langsam deine Zehen. Deine Finger. Deine Füße. Deine Hände. Strecke dich zum Wachwerden. Und wann immer du magst, öffne die Augen.“

***

Dankeschön, liebe Sonja! 🙂

marion

von

Hallo! Ich bin Marion, die Gründerin von LES ENFANTS TERRIBLES, eine Initiative und Community für gutes neues Arbeiten. Ich berate und unterstütze Menschen, Teams und Unternehmen auf ihrem Weg zu einem besseren Miteinander im Job. Und außerdem liiiiebe ich Bücher, alte Autos und die Berge.

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