♡ Über Ego-Befriedigung, verplemperte Zeit und Zukunftsberufe …

Quelle: Photo by Efe Kurnaz on Unsplash

Jannike Stöhr hat irgendwann beschlossen, dass das brave Leben in der Personalabteilung eines Automobilkonzerns nichts für sie ist, hat gekündigt und sich auf den Weg gemacht, herauszufinden, was es noch so Spannendes an Jobs auf dieser Welt gibt. Davon hat sie in ihrem ersten Buch berichtet. Jetzt ist sie wieder unterwegs auf Entdeckungsreise – nach den Berufen der Zukunft.

 

Du hast ja jetzt die Recherche für Dein nächstes Buch begonnen. Sag uns doch kurz, um was es darin gehen wird. Und warum schreibst Du dieses Buch? Was treibt Dich an?

»In meinem neuen Buchprojekt geht es um Berufe der Zukunft. In den Schlagzeilen heißt es immer wieder „Roboter nehmen uns unsere Jobs weg“ oder „Wir stehen vor dem größten Umbruch unserer Geschichte“. Dann werden wir im Internet dazu aufgefordert, auszurechnen, mit welcher Wahrscheinlichkeit unser eigener Job wegrationalisiert werden wird.
Ich persönlich finde es viel interessanter, auf das zu schauen, was kommt. Und, auf das, was bleibt, sich inhaltlich aber verändert. Deswegen werde ich dorthin gehen, wo neue Jobs entstehen und wo sich neue Möglichkeiten auftun. Mich fragen, wie sich bestehende Berufe verändern und was für Berufsbilder ganz neu dazukommen.« 

 

Wie ist die Resonanz der Unternehmen oder Personen, die Du für das Buch begleitest?

»Derzeit bin ich noch ganz am Anfang des Projektes. Die bisherige Resonanz war sehr gut, viele Firmen sind interessiert und suchen Antworten auf die gleichen Fragen wie ich. Und es gibt Menschen, die die Jobs auf meiner Liste gern ausführen würden und sich schon auf die Ergebnisse freuen, um in ihren Unternehmen zu verargumentieren, warum es diese Jobs braucht.« 

 

Was liebst Du an Deiner Arbeit? Was macht Dich so grundsätzlich glücklich beim Arbeiten? Und was macht Dich glücklich beim Schreiben?


»Ich liebe an meiner Arbeit die Freiheit und Abwechslung, die ich habe. Außerdem liebe ich es zu lernen und Neues zu entdecken. Das lässt sich alles wunderbar mit meinem neuen Projekt abdecken. Und wenn ich meine Erkenntnisse dann noch gewinnbringend mit anderen Menschen teilen kann, dann freut mich das noch mehr.« 

 

Warum engagierst Du Dich für “neues Arbeiten”? Und was ist denn Deine Definition davon?

»Lars Vollmer hat in seinem Buch “Zurück an die Arbeit” (hier der Link zum Buch) den schönen Begriff des Business Theaters geprägt. Auch ich habe die Erfahrung von Business Theater gemacht. Oftmals wird beim Arbeiten nicht wirklich gearbeitet, sondern Egos befriedigt und Politik gemacht. So mag ich nicht arbeiten. Neues Arbeiten bedeutet für mich, wieder wirklich zu arbeiten und nicht seine Zeit mit Spielchen und Schwachsinnigem zu verplempern. Im Umgang miteinander gut zu sein und Neues auszuprobieren und den Sinn in seiner Arbeit erkennen zu können. Wenn dann noch jeder an einer Stelle eingesetzt ist, die seinen Talenten entspricht, perfekt. Ich arbeite gern so und würde mich freuen, wenn noch viel mehr Menschen so arbeiten dürften.« 

 

Sobald es das neue Buch von Jannike gibt, sagen wir natürlich sofort Bescheid. Wer das erste Buch über die ausprobierten Traumjobs lesen möchte, kann das gern hier tun.

 

Eine Anmerkung zu unseren Buchempfehlungen: wir sind sehr dafür, dass Bücher beim kleinen Buchladen um die Ecke oder auch bei Shops wie Buch7 (die mit 75% ihres Gewinns soziale Projekte unterstützen) gekauft werden. Wir benutzen hier aus praktischen Gründen Links zum Amazon-Shop, weil wir dann u.a. die Buchtitel im Rahmen des Partnerprogramms zeigen dürfen. Das heisst noch nicht, dass Ihr darüber auch bestellen müsst, aber wenn Ihr das tut, verwenden wir die Einnahmen daraus (5% auf jede Bestellung) für die Community-Arbeit von LES ENFANTS TERRIBLES.

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